Die Sprungschanze am Waldweg

Aufsprunghügel einer alten Sprungschanze
Aufsprunghügel einer alten Sprungschanze

Biegt man von der Burkhardtsdorfer Straße kommend in den Waldweg ein befinden sich auf der linken Seite bebaute Grundstücke. Oberhalb davon schließt sich die Rehwiese an. Am Rand des Waldes findet man die abgebildeten Reste einer kleinen Sprungschanze. Ich erinnere, dass dort in den 1960er Jahren noch gesprungen wurde. Vielleicht ist der Begriff Sprungschanze zu hoch gegriffen, einen Sprungturm gab es dort nie. Der Schanzentisch wurde aus zusammengepressten Schnee errichtet und der Anlauf erfolgte einfach vom oberen Rand der Rehwiese. Nach der Landung musste man schnell abbiegen um nicht in den Gartenzaun der Grundstücke zu fahren. Das Ganze war also mehr ein Sprunghügel bzw. eine kleine Übungsschanze. Heute ist dort nur noch der Aufsprunghügel zwischen den Bäumen und Sträuchern zu sehen. Allerdings wurde an dieser Stelle schon vor langer Zeit gesprungen. 

Frühes Foto von der Schanze auf der Rehwiese
Frühes Foto von der Schanze auf der Rehwiese

Die folgenden zwei Bilder wurden mir von der Gruppe Ortsgeschichte im Heimatverein Kemtau/Eibenberg e.V. 92 zur Verfügung gestellt. Gut zu erkennen ist der aufgeschüttete Schanzentisch, der früher durch ein Holzgestell stabilisiert wurde. In der Mitte des Bildes verläuft die Zwönitz und die Bahnlinie. Oberhalb davon ist Eibenberg und links davon der Geiersberg zu erkennen. Auch die ehemalige Gärtnerei auf dem Grundstück der Familie Weißbach an der Bahnlinie ist gut sichtbar. In der Mitte links ist der Dachsberg mit den ersten Häusern an der heutigen Talstraße, damals "Hölle" genannt, zu sehen. Dann folgt die Burkhardtsdorfer Straße, noch ohne Bebauung und der Waldweg. Auf der Wiese dazwischen ist links, von Bäumen verdeckt, das Wohnhaus der Pfau-Mitarbeiter zu erahnen. Irgendwelche Zäune oder andere Hindernisse gab es noch nicht.

Auch Kunststücke mit zwei simultanen Springern wurden gezeigt
Auch Kunststücke mit zwei simultanen Springern wurden gezeigt

Zu solchen Springen kamen auch befreundete Wintersportler aus den Nachbarorten vorbei. Die Abbildungen dürften aus den 1920er Jahren sein.