Das Turnerheim Eibenberg

Das Turnerheim auf einer Ansichtskarte
Das Turnerheim auf einer Ansichtskarte

Das Eibenberger Turnerheim in der Dittersdorfer Weg 3 war auch unter dem Namen "Volkshaus" bekannt. Es wurde 1928 vom "Arbeiterturnverein Eibenberg" gebaut und bis 1933 als Gastwirtschaft betrieben. Danach war die Zeit der Arbeiterturnvereine vorbei und das Haus gehörte bis 1945 Robert Thieme. Die Gaststätte war geschlossen. Nach dem Krieg übernahm die Gemeinde Kemtau das Haus. Bis 1949 wurde es als Wohnhaus genutzt. Danach wurde die Gaststätte wieder eröffnet. Sie wurde auch zur Schulspeisung, Turnunterricht und für Ferienspiele verwendet. Aus der Nachriegszeit weiß der Eibenberger Jürgen Claußner zu erzählen: "Das Volkshaus war das Stammlokal des Männergesangsvereines Eibenberg. Die „Singstunden“ fanden immer Freitags Abend statt. Die jüngeren Sänger gehörten meistens auch der freiwilligen Feuerwehr an. Auch für die Eibenberger Jugend war das Volkshaus Stammlokal. Hier gab es auch ab und zu Dielentanz mit Tonbandmusik. In der zugehörigen Turnhalle haben wir (einige jugendliche Mädchen waren auch mit dabei) ein wenig Sport getrieben. Einmal gab es auch eine schöne Feier, weil eine Jugendliche im Kollektiv einen Gewinn im Lotto erzielt hatte. Sie hatte uns alle eingeladen, wir konnten essen und trinken, soviel wir wollten".

Das ehemalige Turnerheim heute 2014
Das ehemalige Turnerheim heute 2014

1992 erfolgte dann die Privatisierung und die neuen Eigentümer nahmen wieder den Gaststättenbetrieb auf. Das ging nur bis 2003 gut, dann wurde das Lokal geschlossen. Heute ist das Gebäude wieder Wohnhaus und hat kaum noch Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Turnerheim. Die Türme sind weg und die Wärmedämmung hat die Fassade völlig verändert.