Wanderung zur Besenschänke im Januar 2018

Den Waldweg hinauf in den verschneiten Wald
Den Waldweg hinauf in den verschneiten Wald

Ein Ausflug zur Besenschänke gehörte im Winter schon immer zu unseren besonderen Vergnügungen. Fall es ausreichend Schnee gab, wurden die Skier gewachst und ein Paar passende Skischuhe gesucht und es konnte losgehen. Lag etwas weniger Schnee, wie heutzutage üblich, wurde zu Fuß auf dem Waldweg gestartet. Heute ist man im Wald weitestgehend allein unterwegs.

Im Sonnenschein zeigt sich der Wald besonders schön
Im Sonnenschein zeigt sich der Wald besonders schön

In meiner Erinnerung waren die Wege voller Fußspuren oder der Schnee war von vielen Skiern festgefahren. Heute ging höchstens mal ein Hundebesitzer voraus. Auch Hasen- und Rehspuren sind selten geworden.

Der Weg ist versperrt
Der Weg ist versperrt

Dafür liegen zahlreiche abgebrochene oder entwurzelte Fichten auf den Weg. Der Wintersturm Friederike war gerade vor zwei Tagen über das Erzgebirge gezogen. Hatte dieser Sturm die Schäden angerichtet oder liegen die Bäume noch vom Oktobersturm Herwart? Durch den Neuschnee ist das nicht zu erkennen. Da hilft nur drüber klettern oder einen kleinen Umweg zu nehmen.

Wegkreuzung mit Schutzhütte
Wegkreuzung mit Schutzhütte

Zum Glück blieb die Schutzhütte am Enderleinweg unbeschädigt. Sie gab es früher noch nicht. An der Kreuzung kann man entscheiden, ob man links nach Gelenau oder rechts nach Burkhardtsdorf geht. Geradeaus geht's zur Besenschänke. 

Das Ziel ist erreicht
Das Ziel ist erreicht

Die Besenschänke empfängt uns wie eh und jeh fast genau so, wie ich sie schon aus Kindertagen kennen. Nur die Auto's davor und die Namen der Speisen und Getränke haben sich verändert. Ein Bier namens "Schwarzer Specht" gab es früher nicht, genau wie das "Erzgebirgische Pilzbrätel" neu auf der Speisekarte steht. Der Wirt ist derselbe und in der Gaststube sieht es sehr traditionell aus. Zahlreiche Gäste genießen das deftige Essen und steigen danach wieder in ihr Auto, Wanderer sieht man selten.

Den Zöpfelsteig hinunter
Den Zöpfelsteig hinunter

Wir begeben und zu Fuß auf den Rückweg. An der Schutzhütten entscheiden wir uns für einen Abstecher nach Burkhardtsdorf und wechseln auf den Zöpfelsteig. Er erhielt seinen Namen, weil ganz früher die Burkhardtsdorfer Bäckerburschen die frischen Backwaren auf ihm in die Nachbarorte brachten. Gebackene Zöpfe gehörten offensichtlich auch dazu. 

Am Waldrand
Am Waldrand

Kommt man zum Wald heraus öffnet sich ein herrlicher Blick auf Burkhardtsdorf.

Burkhardtsdorf ist erreicht
Burkhardtsdorf ist erreicht

Von hier kann man mit der Erzgebirgsbahn zurück fahren oder die Kemtauer Straße hinauf laufen. Leider gibt es keinen Fußweg und man muss öfter mal zur Seite springen, wenn ein Auto die schmale Straße entlang kommt.

Der Ausflug endet nach vier angenehmen Stunden in Kemtau am Waldweg.